Schlagwort-Archive: Höxter

0156 Johann Allerkamp

Bildquelle: Heiko Hungerige

Adressat:
An
Herrn
Johann Allerkamp
Istrup b. Herste
Kreis Höxter
Westfalen

Beschriftung Vorderseite:
Mit herzlichem Gruß an Euch alle
Heinrich

Beschriftung Rückseite:
Westgalizien den 18.3.1915
Lieber Bruder und Alle / Theile dir mit das ich Packet / No. 30 gestern erhalten habe. / besten Dank dafür. Es geht / mir bis zur Stunde sehr gut. / D. Sarazin ist diese Tage / nach Hause gekommen, er ist / krank. Sonst alles sehr / gut. Dies ist eine Blitzlicht / aufnahme unseres Unter- / standes, [was?] wir von 15.2. bis 19.2. in Stellung waren / 1200 Meter von den Russen / Schützengräben
[Rest unleserlich]

Beschriftung linker Rand:
Wir erhielten hier schweres Artillerie Feuer

Anmerkungen:
1. Zu Heinrich Allerkamp heißt es 1922 in der „Chronik der Gemeinde Istrup“ (online):
„Zu dem Kriege 1914-1918 waren nach und nach aus Istrup 93 Mann zur Fahne einberufen. 12 davon haben den Heldentod erlitten, sechs vermißt und wohl auch gestorben, 8 waren in Gefangenschaft. Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurden 21 Mann und I. Klasse ein Mann und zwar Heinrich Allerkamp (No.55).“ Sein Bruder, der Bauunternehmer Johannes Allerkamp (geb. am 3.11.1871 in Istrup), Adressat der Karte, wurde am 24.10.1917 zum Gemeindevorsteher von Istrup gewählt. Er übernahm auch das Amt des Standesbeamten und war viele Jahre Mitglied der Gemeindevertretung und der Amtsverwaltung des Amtes Brakel. (Quelle: Chronik der Gemeinde Istrup)
2. Istrup gehört seit 1970 zu Stadt Brakel, Herste zur Stadt Bad Driburg.

Text: Heiko Hungerige

Weitere Karten zu Johann Allerkamp hier.

0154 Johann Allerkamp

Bildquelle: Heiko Hungerige

Adresse:

Feld Postkarte
An
Herrn
Joh. Allerkamp
Istrup b. Herste
Kreis Höxter
Westfalen

Beschriftung Vorderseite:
Andenken an Ostern in Galizien / 1915

Beschriftung Rückseite:
Westgalizien, den 5.4.1915 /
Lieber Bruder Johann. /
Sende euch eine Aufnahme von unserer / jetzigen Stellung. Es ist dieses das II / Geschütz, und zeigt Euch wie wir / gerade am Feiern sind. Hoffentlich / werdet Ihr mich erkennen. Die Ostertage / haben wir sehr gut verlebt. /
Gestern war ich bei W. Rehermann / es geht ihm sehr gut. Wenn du diese / Karte erhalten hast, dann schreibe / bitte, und hebe sie gut auf.
Sonst geht es mir noch sehr gut, / wir werden mit den Russen schon / fertig werden, macht Euch deshalb / keine Sorgen.
Mit herzlichem Gruß an Euch alle /
Heinrich

Anmerkungen:
1. Westgalizien (auch Neugalizien) wurde der Teil des Königreichs Polen genannt, der mit der Dritten Polnischen Teilung 1795 an Österreich gekommen war und mit dem Kronland Galizien, das seit der Ersten Teilung Polens 1772 österreichisch war, vereinigt wurde.
2. Istrup gehört seit 1970 zu Stadt Brakel, Herste zur Stadt Bad Driburg.
3. Zu Heinrich Allerkamp heißt es 1922 in der „Chronik der Gemeinde Istrup“ (online):
„Zu dem Kriege 1914-1918 waren nach und nach aus Istrup 93 Mann zur Fahne einberufen. 12 davon haben den Heldentod erlitten, sechs vermißt und wohl auch gestorben, 8 waren in Gefangenschaft. Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurden 21 Mann und I. Klasse ein Mann und zwar Heinrich Allerkamp (No.55).“ Sein Bruder, der Bauunternehmer Johannes Allerkamp (geb. am 3.11.1871 in Istrup), Adressat der Karte, wurde am 24.10.1917 zum Gemeindevorsteher von Istrup gewählt. Er übernahm auch das Amt des Standesbeamten und war viele Jahre Mitglied der Gemeindevertretung und der Amtsverwaltung des Amtes Brakel. (Quelle: Chronik der Gemeinde Istrup)

Text: Heiko Hungerige

Weitere Karten zu Johann Allerkamp hier.

0152 Maria Röhn

Bildquelle: Heiko Hungerige

Empfängeradresse:

An
Frau Maria Röhn
Istrup b. Herste
Kreis Höxter

Kartentext Vorderseite:
Viele Grüße sendet dein Robert. Herzliche Gratu- /lation zum kl. Mädchen. Gruß an Mutter u. Eltern / und Franz. Robert.

Anmerkungen:

  1. Poststempel Herste, Kr. Höxter,
    vom 19.09.1899.
    Istrup gehört seit 1970 zu Stadt Brakel, Herste zur Stadt Bad Driburg.
  2. Es handelt sich um eine sog. „Ereignispostkarte“ im Zusammenhang mit der Staatsaffäre (ab 1898) um den zu Unrecht wegen Landesverrats verurteilten französischen Offizier Alfred Dreyfus (1859 – 1935).